USA: Die Zeichen stehen auf Wandel

Wenn Sie zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt würden und entscheiden könnten, welche Energieform während Ihrer Amtszeit finanziell gefördert werden sollte, wie würden Sie sich entscheiden?" Diese Frage stellte ein US-amerikanisches Marktforschungsinstitut im Juni dieses Jahres in einer landesweiten Online-Befragung. Die Ergebnisse dieser Umfrage erstaunen. Denn: Die überragende Mehrheit der Befragten, immerhin rund 40 Prozent, gaben an, dass sie verstärkt auf die Förderung von Solarenergie setzen würden. Noch deutlicher waren die Ergebnisse auf die allgemeine Frage nach dem Stellenwert der Solarenergie in den USA. Immerhin 94 Prozent hielten den Ausbau und die Entwicklung des alternativen Energiezweigs für "wichtig" oder "sehr wichtig". Ein Trend, der wahrlich ein energiepolitisches Umdenken der US-Bevölkerung widerspiegelt. Der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Barack Obama, hat diesen Trend erkannt. Bereits im Wahlkampf setzte er mit energiepolitischen Themen Akzente. "Barack Obama unterstützt zum Beispiel die verpflichtende Deckelung des CO2-Ausstoßes und befürwortet die Auktionierung von Verschmutzungsrechten", erklärt Markus A.W. Hoehner vom Marktforscher EuPD Research. Zudem macht sich Barack Obama für die Einführung einer bundesweiten Nutzungsverpflichtung alternativer Energien, dem Renewable Portfolio Standard (RPS), stark und will in den kommenden zehn Jahren rund 150 Milliarden US Dollar in den Ausbau alternativer Energien investieren.