„Stromlücke“ ist eine Schimäre – Atom- und Kohlekraftwerke sind verzichtbar
Der Klimawandel wird spürbarer und die Wissenschaft prognostiziert dramatische Entwicklungen, wenn die Klimaschutzpolitik in den nächsten Jahren nicht zulegt. Nach Ansicht des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) könnten regenerative Energien bis 2020 die Kapazitäten der abzuschaltenden Atomkraftwerke ersetzen. Werde der Stromverbrauch bis dahin um ein Fünftel gesenkt und der Anteil des Stroms aus Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK) auf rund 30 Prozent gesteigert, sei Deutschland weit von einer so genannten „Stromlücke“ entfernt. Hubert Weiger, Vorsitzender BUND: „Selbst das Umweltbundesamt hat klargestellt, dass ohne Atomstrom und ohne neue Kohlekraftwerke ambitionierte Klimaschutzziele und eine sichere Stromversorgung erreichbar sind. Auch die Länderwirtschaftsminister müssen einsehen, dass ihr Plädoyer pro Atomkraft nicht mehr zeitgemäß ist. Sie sollten dafür sorgen, dass mehr in effiziente und klimaschonende Heizkraftwerke und in Energieeffizienz investiert wird. Das würde in ihren Bundesländern zudem die regionale Wirtschaft stärken und für neue Arbeitsplätze sorgen.“

