Scheitert die Energiewende? Röslers Forderungen nach Solarkürzungen in der Kritik
Der deutsche Branchenverband der Solarindustrie warnt eindringlich vor den Folgen von Wirtschaftsminister Röslers Forderungen nach drastischen Einschnitten der Solarförderung
Nach Ansicht des Branchenverbandes der Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) gefährden die Forderungen des Bundeswirtschaftsministers Philipp Rösler die Energiewende und den Photovoltaik-Standort Deutschland. 800 Solarunternehmen fordern geschlossen den Bundeswirtschaftsminister auf, die vor knapp einem Jahr beschlossene Energiewende nicht weiter zu torpedieren.
Die abstrusen Forderungen Röslers, die Förderung von Solaranlagen auf einen Bruchteil des bisherigen Wachstums zu beschränken, bringen den Photovoltaik-Standort Deutschland mit über 100.000 Arbeitsplätzen in ernste Gefahr. 90 Prozent weniger Solarstrom als in den beiden Vorjahren 2010 und 2011 sollen jährlich nur noch gefördert werden und der Anteil der Solarstromförderung damit dauerhaft eingefroren werden. Die Deckelung betrüge gerade mal noch einen Gigawatt. Der BSW-Solar warnt vor den drastischen Konsequenzen: ein massiver Markteinbruch. Ein derartiger Abrutsch der Nachfrage hätte unweigerlich die Zerstörung eines Großteils der Solarbranche mit dem Verlust von Tausenden von Arbeitsplätzen zur Folge.
Röslers Hauptargument – die Kosten für bis heute installierte Solaranlagen – wird von Energiefachleuten entkräftet. Nach deren Expertise werden zukünftige Photovoltaik-Installationen nur noch kaum Kosten verursachen. Die Preise für Photovoltaikanlagen und für Solarstrom wurden inzwischen erfolgreich reduziert.
Quelle: BSW-Solar

