Photovoltaikanlagen – Fit für den Winter

Generell sind im Winter die Sonnenerträge durch den niedrigeren Sonnenstand geringer als im Sommer. Eine Schneedecke auf Solarmodulen führt dazu, dass kein Strom erzeugt wird und Solarstrom-Erträge in dieser Zeit auf Null sinken können.
 
Welche nun die richtige Methode ist, eine Photovoltaikanlage von Schnee zu räumen, ist zum Beispiel davon abhängig, wie gut man die Photovoltaik-Anlage erreichen kann oder wie riskant und aufwändig die Reinigung ist. Die häufigsten und bewährtesten Möglichkeiten aus der Praxis haben wir Ihnen hier zusammengestellt:
 
  • Warten, bis der Schnee von selbst herunter rutscht: In Regionen, in denen erfahrungsgemäß der Schnee schnell wieder taut, lohnt es sich zu warten. Bei entsprechender Dachneigung (größer 30 Grad) und wenn die Photovoltaikanlage entsprechend gut hinterlüftet ist, wird das Abrutschen des Schnees gefördert. Schon bei der Planung und Installation einer Solaranlage beachtet der Solar-Fachbetrieb auf eine ausreichende Hinterlüftung.

  • Schnee-Rakeln mit Teleskopstangen, die von einem Dachfenster oder bei niedrigeren Dächern mittels Leitern bedient werden können, findet man in Baumärkten zu erschwinglichen Preisen. Dabei ist darauf zu achten, nur Profi-Geräte zu verwenden, damit die Oberfläche von Modulen nicht durch scharfkantige Werkzeuge verletzt wird.
    Achtung Unfallgefahr: Gerade im Winter ist es wegen der hohen Absturzgefahr äußerst riskant, auf das Dach zu steigen. Falls das nicht vermieden werden kann, sollte vor dem Betreten des Dachs auf eine ausreichende Sicherung geachtet werden.

  • Professionelle Schneeräumsysteme haben sich nicht am Markt durchgesetzt. Die Investition in ein solches nicht ganz preiswertes Zubehör muss sich auch langfristig lohnen.

  • Mittlerweile gibt es professionelle Schneeräumdienste, die sich darauf spezialisiert haben, Photovoltaik-Anlagen von Schnee und Eis zu befreien.

  • Abzuraten ist die Rückspeisung durch den Wechselrichter. Wegen möglicher Schäden an den Solarmodulen und drohendem Verlust der Herstellergarantie sind Systeme, die die Aufheizung der Solarmodule durch eine Stromrückspeisung bewirken, nicht empfehlenswert.
 
Letztendlich muss der Solaranlagen-Betreiber Kosten und Nutzen der einzelnen Maßnahmen abwägen und sich für die passende Vorgehensweise entscheiden.
Unser Tipp: Fragen Sie einen Solar-Fachmann! Gerne steht Ihnen einer unserer deutschlandweiten ANTARIS SOLAR-Partner beratend zur Seite