Solarzellen im Härtetest
Schwere Hagelkörner prasseln nieder, helle Blitze zucken unaufhörlich, es herrschen Temperaturen von 85 Grad. Was wie ein Klima-Horrorszenario klingt, ist ein Härtetest für Solarzellen. Der TÜV Rheinland hat in Köln das weltweit modernste und größte Prüflabor für Solarmodule in Betrieb. Rund 70 Prozent aller Hersteller von Solarmodulen lassen hier ihre Produktreihen auf Haltbarkeit und Energie-Effizienz testen. Pro Jahr sind es rund 300 Zertifizierungen. Die Solarmodule werden in verschiedenen Umweltsituationen gestresst: In einer Klimakammer aus Stahl müssen die Module 1.000 Stunden lang schwitzen und zudem Isolationsprüfungen bestehen. Vier Wochen lang durchlaufen sie Bestrahlungen in einer UV-Kammer, um zu klären, ob es dabei zu Leistungseinbrüchen kommt. Insgesamt dauern die Tests rund ein halbes Jahr, die Durchfaller-Quote im Labor beträgt beim Kölner TÜV etwa 30 Prozent.

