Milliardenplan für Förderung neuer Energietechnologien
Anfang August haben vier Bundesministerien mit dem 6. Energieforschungsprogramm ein mächtiges Forschungsförderungspaket verabschiedet, das zu „einer umweltschonenden, zuverlässigen und bezahlbaren Energieversorgung“ beitragen soll. Das Jahresvolumen an Fördergeldern durch die Bundesregierung steigert sich danach bis 2014 auf eine Milliarde Euro. Insgesamt will die Bundesregierung von 2011 und 2014 rund 3,5 Milliarden Euro für die Förderung von Forschung und Entwicklung zukunftsfähiger Energietechnologien zur Verfügung stellen.
Ministerialrat Dr. Knut Kübler, Leiter des Referats Energieforschung im Bundeswirtschaftsministerium (BMWi): „Durch das Energiekonzept der Bundesregierung vom Herbst 2010 und den Energiebeschlüssen vom Juni 2011 hatten wir präzise Zielvorgaben. Die Fördermittel werden strategisch auf prioritäre Bereiche fokussiert, die für den beschleunigten Umbau der Energieversorgung Deutschlands relevant sind: erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Energiespeicher und Netztechnologien.“
Die Energiewende wird von den Verfassern des Programms als Herausforderung in allen Energie-Bereichen verstanden. Die vom BMWi geförderten Projekte umfassen bei den nicht-nuklearen Technologien die gesamte Energiekette. Die Fördermittel des Energieforschungsprogramms sollen ausschließlich in Forschungs- und Entwicklungsvorhaben für „Erneuerbare Energien“ und „Energieeffizienz“ eingesetzt werden:
- Energieoptimiertes und energieeffizientes Bauen und Stadtentwicklung
- Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe
- Ausbau und Entwicklung von Energiespeichern, Stromnetzen und Kraftwerkstechnik
- Weiterentwicklung und Förderung der Elektromobilität
Das neue Energieforschungsprogramm soll im Herbst 2011 in Kraft treten.
Das Programm ist erhältlich als Download und als Broschüre.
Quelle: BINE Informationsdienst

