Bedeutung von Stromspeichern im Energiesystem wächst
Der steigende Einsatz erneuerbarer Energiequellen im Zuge der Energiewende hat eine wesentliche Auswirkung auf die unmittelbare Verfügbarkeit und Verteilung von Strom im Energiesystem. Weil Solarstrom aus Photovoltaik-Anlagen und die Energie aus Windkraft stark schwanken, richtet sich die Stromerzeugung immer seltener nach dem Verbrauch. Deshalb rückt das Thema Stromspeicher in Deutschland stärker in den Fokus von Politik, Forschung und Energiewirtschaft. Die „Förderinitiative Energiespeicher“ der Bundesregierung soll nun nach Lösungen und Antworten auf viele noch offene Fragen zum dem Thema suchen.
Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen und herauszufinden, welche Speichertypen am besten für die Integration der dezentralen erneuerbaren Energien in das Stromnetz geeignet sind, kamen Ende Juni in Nürnberg rund 400 Spezialisten aus Industrie und Forschung zum Kongress „Energiespeicher – Technologien für die zukünftige Stromversorgung“ zusammen. Geschäftsführer Josef Nassauer erläuterte, wie drei Bundesministerien die Speicherforschung beschleunigen wollen. Rund 200 Millionen Euro stehen der „Förderinitiative Energiespeicher“ für aussichtsreiche Projekte zur Verfügung. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist der Entwicklung von Speichern weit voraus. Die Teilnehmer des Kongresses fordern einhellig größere Kapazitäten zum Speichern von Strom.
Aktuelle Konzepte von Technologien zum StromspeichernGebäude können selbst gewonnene Energie (Strom oder Wärme) in Zeiten nutzen oder speichern, in denen ein Überschuss besteht. Mit bereits am Markt verfügbaren Lithium-Ionen-Batteriesystemen können durch das Speichern überschüssigen Stroms Spitzenlasten bis zu drei Stunden abgedeckt werden. Druckluftspeicher können Energie in Form komprimierter Luft z. B. in unterirdischen Salzhöhlen speichern. Einer dieser Speicher ist bereits in Huntorf (Norddeutschland) im Einsatz und besitzt eine Speicherkapazität von einer Million Elektroautos. EON halte den Bau weiterer Druckluftspeicherkraftwerke für möglich, wenn sich Wirkungsgrade von mehr als 70 Prozent innerhalb der nächsten zehn Jahre realisieren ließen. |
Quelle: BINE Informationsdienst

