Forschungsförderung beschleunigt Ausbau der Photovoltaik und stärkt Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands
Die „Innovationsallianz Photovoltaik“ fördert die Solarforschung in 2011 mit zusätzlichen 100 Millionen Euro
Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Photovoltaik-Wirtschaft zu stärken, haben das Bundesumwelt- und das Bundesforschungsministerium Mitte 2010 das Forschungsförderprogramm „ Innovationsallianz Photovoltaik “ gestartet. Schwerpunkt dieser Förder-Initiative ist eine verstärkte Kooperation innerhalb der Prozessketten der Produktion von Solaranlagen. Verbünde dieser Art werden seit 2011 zusätzlich zur bereits bestehenden Forschungsförderung mit Mitteln in Höhe von 100 Millionen Euro gefördert. Auch die Photovoltaik-Industrie hatte weitere 500 Millionen Euro an Investitionen in Forschung und Entwicklung zugesagt. Auf die Förderbekanntmachung wurden 117 Projektvorschläge eingereicht, von denen im Laufe dieses Jahres 30 Verbünde gefördert werden sollen.
Von allen regenerativen Energien wächst der Anteil von Solarstrom am Energiemix am schnellsten. Neben dem EEG, das eine solide ökonomische Grundlage für den kontinuierlichen Ausbau der erneuerbaren Energien ist, beschleunigen öffentliche Mittel zur Förderung von Forschung und Entwicklung die Weiterentwicklung der Solartechnologie. Der internationale Wettbewerb im Photovoltaik-Markt hat sich verschärft. Damit Deutschland seinen Weltmarktanteil an Photovoltaik-Produkten von ca. 12 Prozent und die Exportrate von ca. 80 Prozent halten kann, ist neben den Investitionen der Unternehmen eine staatliche Förderung von Forschung und Entwicklung notwendig.
Hauptziele der BMU-Förderung der Solartechnologie sind
- die Wirkungsgrade und Lebensdauer der Systemkomponenten (insbesondere der Solarzellen und Solarmodule) erhöhen,
- den Einsatz von die Umwelt belastenden Stoffen und von Energie zu vermeiden bzw. auf ein Mindestmaß reduzieren,
- neue Materialien und Materialkombinationen entwickeln, um weniger Material einsetzen zu müssen
- und die Fertigungstechnologien weiter automatisieren und deren Energie- und Kosteneffizienz erhöhen.
Die reguläre Forschungsförderung des BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) unterstützt Projekte für Solarzellen aus kristallinem Silizium, für Silizium-Dünnschichtzellen, CIGS-Dünnschichtzellen, die konzentrierende Photovoltaik, Systemtechnik, Netzintegration und technologieübergreifende Vorhaben und Alternativprojekte (wie zum Beispiel die Entwicklung von organischen Solarzellen). Insgesamt wurden im Jahr 2010 39,0 Millionen Euro an Fördermitteln eingesetzt, verteilt auf die verschiedenen Förderschwerpunkte. Weitere 39,8 Millionen Euro wurden neu bewilligt.
Mehr Infos erhalten Sie im Forschungsjahrbuch Erneuerbare Energien 2010
[ http://www.forschungsjahrbuch.de/ ]
Quelle: www.forschungsjahrbuch.de

