Erzeugung von Solarstrom in Deutschland erreicht Rekordhöhe
Die doppelte Menge an Sonnenstunden im Vergleich zum Vorjahr im Zeitraum von Januar bis März dieses Jahres hat zu einer beachtlichen Steigerung des Sonnenertrags von Photovoltaik-Anlagen beigetragen und führte zu einem neuen Solarstrom-Rekord: rund 2,7 Milliarden Kilowattstunden Photovoltaik-Strom wurden hergestellt. Damit kann der Jahresbedarf von fast 785.000 Haushalten gedeckt werden, was der Einwohnerzahl von München und Köln zusammen entspricht. Um 87 Prozent stieg damit die Solarstrom-Produktion gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres (2010). Jörg Mayer, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar): "Die Erzeugungsstatistik belegt, dass Photovoltaik-Anlagen auch in Wintermonaten relevante Strommengen herstellen."
Der enorme Zuwachs der produzierten Solarstrommenge wurde durch die positive Marktentwicklung der Photovoltaik im Jahr 2010 erst möglich. Die gesamte Kapazität zur Erzeugung von Solarstrom stieg innerhalb nur eines Jahres um rund 7,4 auf 17,3 Gigawatt Photovoltaik-Leistung. Die Anzahl der Photovoltaikanlagen wuchs um rund 249.000 auf ca. 860.000. Mehr als 80 Prozent (700.000 Solarstrom-Anlagen) stellen davon Photovoltaik-Kleinanlagen von Eigenheimen.
Mayer: "Immer mehr Bürger treiben die Energiewende voran – direkt als Besitzer der eigenen Solarstrom-Anlage oder als Miteigentümer von Bürgersolaranlagen. Davon profitieren alle Bevölkerungsschichten: durch klimafreundlichen Strom, kommunale Wertschöpfung und viele neue Arbeitsplätze." Auch auf den Preis an der Strombörse wirkt sich der Anstieg der Solarstrommenge positiv aus. Denn Photovoltaik-Anlagen produzieren am Tag Strom, wenn die Nachfrage nach Energie am höchsten ist. Besonders in den Spitzenzeiten mittags kann Solarstrom den Energiebedarf zu immer größeren Teilen abdecken.
Quelle: BSW-Solar

