Europas erneuerbare Energien brauchen stabile Fördersysteme
Bereits die Berechnungen des Bundesverbandes für Erneuerbare Energien (BEE) der nationalen Roadmap 2020 machten offenkundig, dass bis zum Jahr 2020 ein Anteil von 28 Prozent Erneuerbare Energien am gesamten Endenergieverbrauch möglich ist, statt der von der EU bislang geforderten 18 Prozent. Nun zieht man auf europäischer Ebene nach und setzt mit einer gemeinsamen EU-Roadmap der Branche neue Zielmarken für das vereinte Europa. Diese sollen die Nationalen Aktionspläne, die der EU-Kommission gemeldet wurden, noch übertreffen.
"Die Nationalen Aktionspläne sehen einen Anteil von 20,7 Prozent der Erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch bis 2020 vor. Die Erneuerbaren-Branche zeigt hingegen - basierend auf eigenen Ausbauprognosen - dass die Erneuerbaren Energien einen Anteil von 24,4 Prozent am Endenergieverbrauch erreichen können", sagt Arthouros Zervos, Präsident des European Renewable Energy Council (EREC). Für den Stromsektor erwarten die Nationalen Aktionspläne der Regierungen einen Anteil von 34,3 Prozent. Die europäische Branche für die erneuerbaren Energien kommt zu dem Ergebnis, dass ein Anteil von 42,3 Prozent im Strombereich erreicht werden kann.
"Angesichts der vorliegenden Ergebnisse kann man nicht genug betonen, wie wichtig stabile und zuverlässige nationale Fördersysteme sind. Sie sind ausschlaggebend für die Investitionssicherheit der Erneuerbare-Energien-Industrie innerhalb der nächsten zehn Jahre", kommentiert Arthouros Zervos. Auch wenn einige weniger ambitionierte Aktionspläne die Erfüllung der Ziele nicht gewährleisten, geht man davon aus, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien schneller gehen kann, als von den Regierungen der Mitgliedstaaten angenommen.

