Eigenverbrauch von Solarstrom besonders für Großbetriebe attraktiv

Wie die Zeitung „Stuttgarter Nachrichten“ berichtete, profitieren besonders Großunternehmen von der neuen Regelung des Eigenverbrauchs von Solarstrom. Die Förderung von selbst erzeugtem Strom aus Photovoltaik-Anlagen wurde seit der letzten Novelle des EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) vom 1. Juli 2010 stark ausgebaut. Wenn der durch eine Photovoltaikanlage produzierte Strom auch selbst verbraucht wird, werden nicht nur die Stromkosten des Energieversorgers eingespart, sondern auch jede selbst genutzte Kilowattstunde mit dem Eigenverbrauchstarif zusätzlich vergütet.

In drei Stufen gestaffelt wird der Eigenverbrauch bei Photovoltaik-Anlagen bis zu einer Ausbaugröße von 500 Kilowatt gefördert. Die Förderung ist besonders für Besitzer von großen Dachflächen wie zum Beispiel von Industriegebäuden, Lagerhallen oder Großmärkten attraktiv. Auch mittelständische und energieintensive Unternehmen können von der Solarsubvention sehr profitieren. Denn bei der gewerblichen Nutzung von Solarstrom liegen der Energiebedarf und die Energieerzeugung vorwiegend im gleichen Zeitfenster des Tages. Damit ist es sehr wahrscheinlich, dass der Eigenverbrauch mit der höheren Tarifstufe (größer 30 Prozent) belohnt wird. Das macht den Betrieb einer Photovoltaikanlage besonders rentabel.

Auf rund zwei Milliarden Wattstunden schätzt eine Prognose des „Leipziger Instituts für Energie“ den von Photovoltaikanlagen für den Eigenverbrauch produzierten Strom im Jahr 2011 in Deutschland. In den darauffolgenden Jahren soll die aus Sonnenergie gewonnene und selbst genutzte Strommenge noch weiter ansteigen. Der Photovoltaik-Markt entwickelt sich auch technologisch in diese Richtung rasant weiter. Innovative Systeme zur Verbrauchsteuerung und Energiespeicherung werden den Anreiz für den Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Solarstrom noch erhöhen.