Photovoltaik sorgt für Beschäftigung, Einkommen und Steuereinnahmen
Immer wieder wird behauptet, die Erneuerbaren Energien – speziell die Photovoltaik – seien aufgrund der garantierten staatlichen Förderung für die steigenden Strompreise verantwortlich. Doch dies ist nur die halbe Wahrheit. Natürlich ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien mit vorübergehenden Investitionen verbunden – so wie der Ausbau der Atomenergie.
Übersehen wird dagegen häufig, dass diese staatlichen Investitionen in die Erneuerbaren Energien viele positiven Effekte für die gesamte Volkswirtschaft in Deutschland haben: So sorgt Photovoltaik für Beschäftigung, Einkommen und Steuereinnahmen für die kommunalen Kassen. Nach einer Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) erwirtschaften die Installation und der Betrieb von Photovoltaik-Anlagen in diesem Jahr 5,8 Milliarden Euro. Das ist mehr als die Hälfte der gesamten kommunalen Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien (10,5 Milliarden Euro). Außerdem senken die Erneuerbaren Energien - darunter Solarstrom - durch den sogenannten Merit-Order-Effekt den Preis an der Strombörse. Da Strom aus Erneuerbarer Energie vorrangig eingespeist wird, senken größere Mengen an Wind- oder Solarstrom die Nachfrage nach konventionellem Strom. Die teuersten herkömmlichen Stromangebote können an der Börse nicht mehr verkauft werden - der Preis sinkt.
Die Fördersumme für Erneuerbare Energien wird durch das jährliche Abschmelzen der Vergütung begrenzt und mittelfristig wieder sinken. Dies regelt das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das sich regelmäßig anpasst und die Vergütung auf 20 Jahre begrenzt.

