Keine Gefahr für die Stromnetze durch den Ausbau der Solarenergie

Die Stromnetze in Deutschland sind auf den Ausbau der Solarstrom-Erzeugung auf die von der Bundesregierung geplanten 52 Gigawatt bis zum Jahr 2020 gut vorbereitet. Zu diesem Ergebnis kam die Unternehmensberatung Roland Berger, welche Betreiber von Verteilnetzen in Gebieten befragte, in denen der Ausbau der Photovoltaik besonders ausgeprägt ist.

Die Befragung wurde im Rahmen einer Untersuchung im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft durchgeführt. Sachkundige von 22 Verteilnetz-Betreibern äußerten sich dazu, wie die aktuelle Situation des Zuwachses von Solarstromerzeugern zu bewerten ist und wie sich der künftige Ausbau der Photovoltaik in den jeweiligen Gebieten auf die Verteilnetze auswirken wird. Die Aussagen der Experten orientierten sich an den Zielen des Nationalen Aktionsplans, welcher kürzlich von der Bundesregierung verabschiedet wurde.
 
Die Untersuchung mit fachlich fundierten Aussagen aus erster Hand nimmt jetzt auch dem letzten Zweifler den Wind aus den Segeln. In den letzten Wochen wurde vermehrt in den Medien berichtet, dass die Netze dem rasant wachsenden Ausbau der Photovoltaik nicht standhalten würden und sogar ein Netzkollaps bevorstünde. Davon kann keine Rede sein. "Selbst die Betreiber von Stromnetzen mit besonders großem Photovoltaik-Anteil und starken Wachstumsraten sehen im Ergebnis keine fundamentalen Probleme für ihre Netze“ sagt Günther Cramer, Präsident des Bundesverbands Solarwirtschaft.