Überwachungssysteme sichern die Rentabilität der Investition in eine Photovoltaikanlage

Nur wenn alle Komponenten einer Photovoltaik-Anlage störungsfrei zusammen arbeiten, hat der Anlagenbetreiber den maximalen Nutzen. Daher ist eine regelmäßige Kontrolle der Leistung einer Anlage von entscheidender Bedeutung.

Fachleute warnen davor, aus Gründen der Kostenoptimierung bei der Errichtung einer Photovoltaik-Anlage ganz auf das Monitoring zu verzichten oder nur sehr einfache Komponenten einzusetzen. Der Verzicht auf notwendige Überwachungsfunktionen kann teuer werden, wenn im laufenden Betrieb der Photovoltaik-Anlage unbemerkt Störungen auftreten. Diese können zu einem Leistungsabfall und damit zu sinkenden Strom-Erträgen führen.

Zu den Grundanforderungen von Monitoring-Systemen für Photovoltaikanlagen zählen

  • die kontinuierliche Messung des erzeugten Solarstroms (Leistung) und die Langzeitaufzeichnung der Betriebsdaten,
  • die Umrechnung der Leistung in Erträge im Stundentakt und die Auswertung der Erträge nach Tag, Woche, Monat und Jahr,
  • eine Fernüberwachung der Photovoltaik-Anlage und Ferndiagnose von Störfällen rund um die Uhr und an jedem Ort der Welt und
  • die Sofort-Benachrichtigung per Mobilfunk oder E-Mail bei Störungen.

Auf den Soll-Ist-Vergleich kommt es an
Maßgeblich für eine Beurteilung der Leistung der Fotovoltaikanlage ist der Soll-Ist-Vergleich zwischen der potenziellen Leistung und der tatsächlich erzeugten Leistung der Photovoltaik-Anlage. Hierfür können zusätzlich Vergleichsdaten über Umweltparameter hinzugezogen werden, welche die Modulleistung beeinflussen:

  • die Sonnenstrahlung (Globalstrahlung), wird durch Strahlungssensoren gemessen,
  • das Messen der Temperatur ist wegen des noch hohen Einflusses der Temperatur auf die Leistung von Solarmodulen unverzichtbar,
  • die Messung der Windgeschwindigkeit mittels eines sog. Anemometers kann in Bezug auf die Durchlüftung von Solarmodulen bei größeren Fotovoltaikanlagen sinnvoll sein.

Sind Photovoltaik-Großanlagen in einem inhomogenen Umfeld errichtet (Verschattung durch Gegenstände, Gelände usw.), müssen Teilsegmente bzw. Generatorgruppen gebildet werden. Diese kann man dann separat messen und auswerten (Beispiel „Süddach versus Westdach“).

Quelle: „Esperanto für die Technik“, Sonne Wind & Wärme 11/2010

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