Eigenverbrauch von Solarstrom – die clevere Alternative
Mit der Neuregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ab 1. Juli 2010 wird insbesondere der Eigenverbrauch von Solarstrom zu einer lukrativen Alternative. Denn die neuen Tarife beinhalten eine Sonderregelung. Wer seinen Solarstrom nicht komplett einspeist, sondern im eigenen Haushalt verbraucht, spart nicht nur bei den Stromkosten, er erhält zusätzlichen einen staatlichen Extrabonus. Bis zu einem Anteil von 30 Prozent an Eigenverbrauch gibt es nach der Neuregelung 17,67 Cent pro Kilowattstunde als Eigenverbrauchsbonus. Steigt der Anteil an selbstverbrauchtem Strom auf über 30 Prozent, so erhält der Betreiber einen Bonus von 22,05 Cent pro selbstverbrauchter Kilowattstunde. Berücksichtigt man die eingesparten Stromkosten, liegt der Eigenverbrauchstarif damit um bis zu acht Cent pro Kilowattstunde höher liegt als bei der Einspeisung. Dies wirkt sich positiv auf die Rendite aus. Bei einem Anteil von 30 Prozent selbstverbrauchten Solarstrom kann der Betreiber einer typischen 3-KW-Dachanlage die Rendite bei 20 Jahren Laufzeit im Vergleich zur Volleinspeisung um ein bis zwei Prozentpunkte auf über 9 Prozent erhöhen. Schafft es der Betreiber, den Anteil an selbstverbrauchtem Solarstrom auf 50 Prozent anzuheben, katapultiert er seine Rendite sogar jenseits der Zehn-Prozent-Marke. Dabei unberücksichtigt ist die Ersparnis, die dadurch entsteht, dass die Strompreise in den nächsten 20 Jahren weiter steigen werden. Über 50 Prozent Eigenverbrauch erfordert allerdings eine weitreichende Anpassung des Energieverbrauchs im Haushalt an die Sonnenstunden durch entsprechende Steuerungstechnik – oder die Installation eines Speichermediums.

