Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog ist Solarmeister 2010
Deutschland spielt nicht nur im Fußball sondern auch in Sachen Solarstrom an der Weltspitze mit.
Diese - eher technische - Disziplin wird zumindest auf nationalem Niveau auch „sportlich“ begangen: Deutscher Meister 2010 der Solarbundesliga ist die Nordsee-Kommune Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog. Wie schon in der Solarbundesliga-Saison 2009 sind nirgendwo sonst in Deutschland pro Kopf der Bevölkerung so viele Photovoltaik-Module und Solar-Kollektoren installiert wie in der 160-Seelen-Kommune hinterm Deich.
In der Solarbundesliga wetteifern inzwischen 1.558 Städte und Gemeinden um die jährlich vergebenen Titel in acht Kategorien. Dabei kommen die kleinen Kommunen in der Solarbundesliga auch in der zehnten Saison groß heraus. So beweisen neben Spitzenreiter Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog auch das zweitplazierte Glüsing (Schleswig-Holstein) und die diesjährige Nummer drei, der mehrfache frühere Solarbundesliga-Meister Rettenbach am Auerberg (Bayern), dass sich ein Dorf rechnerisch zu mehr als 100 Prozent mit der Sonne versorgen kann.
Bei den Mittelstädten ab 20.000 Einwohnern liegen baden-württembergische Kommunen vorn: Leutkirch (Allgäu) vor Crailsheim, und Wangen (Allgäu). Bei den Großstädten ab 100.000 Einwohnern setzten sich Ingolstadt vor Ulm und Fürth an die Spitze. Zur Jubiläums-Meisterfeier gastierte die Solarbundesliga auf der weltgrößten Solarfachmesse Intersolar in München.

