Erneuerbare Energien: Eine Million neue Arbeitsplätze in Deutschland bis 2050

Bis 2050 könnten Erneuerbare Energien 80 Prozent des weltweiten Energiebedarfs decken. Zusammen mit Energiesparmaßnahmen ließen sich die globalen CO2-Emissionen so um mehr als 80 Prozent reduzieren. Komplett finanzieren (!) würden den Umbau die Einsparungen bei Brennstoffimporten.
Dies belegt die Neuauflage der Studie „Energie [R]evolution: Ein nachhaltiger Weltenergieausblick“, von Greenpeace und dem Europäischen Dachverband der Industrie für Erneuerbare Energien (EREC). Die vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erstellte Studie liefert einen Masterplan für den steigenden Energiebedarf der Welt, ohne den Klimaschutz zu gefährden. Sie berücksichtigt dabei das weltweite Wirtschaftswachstum auch in den Boomregionen China und Indien. Bis zu 95 Prozent der Stromversorgung könnten im Jahr 2050 aus regenerativen Energien stammen.
Die Brennstoffkosten für Öl, Kohle und Gas würden bis 2030 um fast fünf Billionen Euro sinken, aus denen die Mehrkosten für den Umbau der Stromversorgung finanziert werden könnten. Die Erneuerbaren Energien würden bis 2050 ihren jährlichen Umsatz von derzeit 80 Milliarden auf über 480 Milliarden Euro steigern. Nutzten Regierungen und Unternehmen das enorme Wachstumspotenzial, könnte die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Bereich bis 2030 von heute rund 2 auf mehr als 8,5 Millionen ausgebaut werden.

Eine Million davon in Deutschland. „Unser Energiekonzept führt zu mehr Versorgungssicherheit. Es macht unabhängig von stark schwankenden Weltmarktpreisen für Öl, Gas und Kohle sowie deren umweltzerstörende Förderungen“, sagt Sven Teske, Energieexperte bei Greenpeace International. In Menschen und Arbeitsplätze zu investieren statt in Brennstoffe, zahle sich mehrfach aus: es schützt das Klima, spart Anpassungskosten und nutzt der Wirtschaft