Verteuert die Förderung Erneuerbarer Energien den Strompreis?

Immer wieder wird den Erneuerbaren Energien vorgeworfen, ihre Subventionierung würde den Strompreis verteuern. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Ein Blick auf die Gesamtrechnung zeigt warum. Dass Strom aus fossilen Quellen (also Erdöl, Erdgas oder Kohle) viele Jahre eher „günstig“ erschien, liegt daran, dass bestimmte durch deren Verbrennung verursachte Kosten wie Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschäden, einfach nicht offiziell mit eingerechnet wurden. Erneuerbare Energien verursachen keine dieser sogenannten externen Kosten, müssen aber mit der fossilen Energieerzeugung konkurrieren. Die noch jungen Technologien benötigen deshalb eine Förderung, um faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Mittelfristig sollen sich die Erneuerbaren Energien aber ohne Förderung behaupten. Langfristig wird sich die Bilanz sogar noch weiter zugunsten der Erneuerbaren Energien verändern: Alle Analysten prognostizieren einen dauerhaften Preisanstieg für fossile Energien. Die Internationale Energieagentur (IEA) warnte kürzlich vor einem Preis von bis zu 200 Dollar pro Barrel Rohöl im Jahr 2013. Erneuerbare Energien werden hingegen immer günstiger: Seit 1990 haben sich die Erzeugungskosten einer erneuerbaren Kilowattstunde durchschnittlich halbiert. Fazit: Die Mehrkosten Erneuerbarer Energien fallen gering aus, vergleicht man sie mit den Kosten für Landschaftszerstörung, Umwelt- oder Klimaschäden, die bei Kernkraft, Erdöl, Erdgas oder Kohle nicht auf der Rechnung stehen.