Hochschule Regensburg entwickelt Putzroboter für Photovoltaik-Anlagen

Photovoltaik-Module auf dem Dach reinigen und inspizieren, um Verunreinigungen und Schäden rechtzeitig zu erkennen. Dazu im Winter Schnee von den Modulen räumen, im Sommer Staub und Flechten entfernen. Was wie eine Märchen-Wundertüte klingt, soll schon bald knallharte Realität werden: Die Hochschule Regensburg plant gemeinsam mit mehreren Partnern innerhalb von 24 Monaten einen Putzroboter für Photovoltaik-Anlagen zur Serienreife zu bringen. „Wir halten uns bislang noch alle Optionen in Bezug auf Größe und Form des Roboters offen“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Gareth Monkman, der den Roboter nicht nur mit üblichen Sensoren ausstatten will. „Denkbar ist alles, auch der Einsatz von Akkustik-Sensoren. Das macht ja angewandte Forschung aus, dass wir Herkömmliches testen, verbessern, neu kombinieren und Neues entwickeln.“ Sinn und Zweck des Projekts ist es, die Effizienz von Photovoltaik-Anlagen zu erhöhen. „Gerade bei größeren Flächen kann man enorm Kosten sparen“, erklärt Stefan Dobler, Geschäftsführer einer der Projektpartner. Bis zu 8 Prozent durchschnittlicher Mehrertrag ergebe sich demnach für die Betreiber. Gerade bei großen Anlagen, die mehrere Gigawatt Strom produzieren, erreiche man Ersparnisse im Millionen-Euro-Bereich.