Abu Dhabi wird Sitz der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA)
Sie soll das Gegenstück zur bekannten Internationalen Energie-Agentur (IEA), die sich auf fossile Energien konzentriert, werden: die neue Internationale Agentur für Erneuerbare Energien IRENA. Mit dem Ziel, den schnellen Übergang zu einer weltweiten und nachhaltigen Nutzung erneuerbarer Energien wie Solar- und Windenergie oder Biomasse voranzutreiben, wurde IRENA im Januar 2009 gegründet und umfasst mittlerweile rund 130 Mitgliedsstaaten aus den Industrie- und Entwicklungsländern. Ende Juni wurde im ägyptischen Sharm el Scheich über den IRENA-Hauptsitz beraten. Den Zuschlag hat Abu Dhabi, die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erhalten, die im Vorfeld der Entscheidung großzügige finanzielle Unterstützung für IRENA in Aussicht stellten. So wollen die Emirate die Startkosten von 136 Millionen Dollar ebenso übernehmen wie jährlich IRENA-Projekte in Höhe von 50 Millionen Dollar fördern. Deutschland dagegen wollte zu den laufenden Kosten von IRENA gerade einmal acht Millionen Euro jährlich beisteuern. „Das hat einen sehr großen Sex-Appeal“, sagte die Sprecherin der dänischen Umweltministerin Connie Hedegaard vor der Abstimmung: „Ölscheichs, die Ökoenergie fördern.“

