Sharp: Zweite Generation Solar-Dünnschichtzellen in Massenproduktion
Mit der Installation einer zweiten Produktionslinie in der Solarzellfabrik Katsuragi (Japan) erhöht Sharp seine Dünnschichtproduktion auf 160 Megawatt pro Jahr. Ab sofort fertigt der Technologieführer hier Dünnschicht-Solarzellen der zweiten Generation. Die neuen Zellen mit mikroamorpher Tandemstruktur werden aus Glasträgern gefertigt, die 2,7 mal so groß sind wie ihre Vorgänger: 1.000 mal 1.400 Millimeter misst das Trägerglas, aus dem die Zellen geschnitten werden. Die Verarbeitung von Trägermaterial dieser Größe ermöglicht eine Steigerung der Produktionseffizienz und damit der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens, so Sharp. Zwar ist die waferbasierte kristalline Technologie noch am meisten verbreitet, doch die Dünnschicht-Technologie gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Zum einen erzielt sie in vielen Einbausituationen höhere Erträge, beispielsweise bei hohen Temperaturen oder diffusen Lichtverhältnissen. Darüber hinaus gilt sie als Technologie mit dem höchsten Potenzial zur Kostenreduktion. Sharp kann mit den Dünnschichtzellen der zweiten Generation den Modulwirkungsgrad von 8,5 auf 9 Prozent steigern, die Modulleistung beträgt bis zu 128 Watt. Die Module aus der zweiten Generation Dünnschichtzellen werden vorerst nach Deutschland und Südeuropa verschifft, wo sie in Großanlagen zur solaren Energiegewinnung verbaut werden.

