Nicht die Photovoltaik macht den Strom teuer
In der Diskussion um die regelmäßigen Preiserhöhungen vieler Stromversorger werden häufig die Erneuerbaren Energien als Kostentreiber gebrandmarkt. Das nennt der Vorsitzende des Bundes der Energieverbraucher, Dr. Aribert Peters, „zynisch“. „Die jüngsten Strompreiserhöhungen gehen weit über das hinaus, was durch die Erneuerbare Energien zu rechtfertigen wäre“, sagte Peters. Die Verbraucher wünschten sich mehr Erneuerbare Energien und seien auch bereit, dafür zu zahlen. „Die wahren Schuldigen an der Preisentwicklung sind indes die Stromkonzerne selbst. Sie bereichern sich mit ungerechtfertigten Mehrerlösen auf Kosten ihrer Kunden“, erklärte der Verbraucherschützer. Peters untermauerte diesen Vorwurf mit Berechnungen, wonach Stromerzeuger und -versorger im Jahr 2009 von jedem Haushaltskunden rund 150 Euro mehr kassierten als für die gleiche Menge Strom drei Jahre zuvor. Davon seien gestiegene Beschaffungskosten sowie Steuern und Abgaben bereits abgezogen. „Für diese intransparenten und nicht nachvollziehbaren Preissteigerungen haben die Verbraucher keinerlei Gegenleistung erhalten. Das Geld floss voll und ganz in die Gewinnmarge der Konzerne“, ist sich Peters sicher und warnt zugleich: „Diese Fehlentwicklung setzt sich auch 2010 fort.“ Mehr zu „Kostenfaktor Erneuerbare Energien“ unter www.unendlich-viel-energie.de.

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